Das Loch im roten Teppich - Wohnungssuche als Nachwuchsakademiker eine Odyssee

Verfasst von
Anonym

Die faire partnerschaftliche Beziehung (bzw. Ehe) von zwei promovierten und verheirateten Wissenschaftlern funktioniert überraschend gut - bei uns nach dem Prinzip einmal ziehen wir für deinen nächsten Karriereschritt um, dann wieder für meinen. Auch mit derzeit einem Kind geht das gut. Schön, wenn einem dabei vom Arbeitgeber das volle Dual-Career -, Frauenförderungs-, Nachwuchsförderungs- und Betriebs-KiTa-Programm zur Verfügung gestellt wird. Das erleichtert die deutschlandweite Mobilität ungemein.

Nach diversen Umzügen in plus/minus drei deutsche Großstädte gerät aber eine Problematik zusehends in den Fokus: die Mieterselbstauskunft bzw. die eigene Präsentation bei der Wohnungssuche gegenüber Eigentümern und Maklern. Je angespannter der Wohnungsmarkt in der betreffenden Stadt, desto eher gerät man mit einem (Jung-)Akademiker in Probezeit und einem selbstgekündigten Uniarbeitsvertrag beim Ehepartner in die „Unerwünscht"-Schublade. Das kann doch letztlich nicht der ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung für eine Wochenendehe inkl. Rabenmutterstigma sein? Hier könnte man hochschulseitig sehr sinnvoll mit einer Wohnungsbörse entscheidende Unterstützung leisten - mit der Konsequenz, dass wieder mehr Zeit für die Wissenschaft frei wird.

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