MINTler-Ehepaar mit 5 Jahre altem Kind: drei Kitas und eine Schule

Verfasst von
Anonym

Reicht das, oder sollte ich noch hinzufügen: Vater war oft wochenweise am anderen Ende der Republik, um als Gastwissenschaftler seine Forschungstätigkeit an einer verwandten Gruppe aufrechtzuerhalten, da er an den Arbeitsorten der Mutter keine Stelle finden konnte. Angesichts der Perspektivenlosigkeit in Deutschland hat er sich schließlich auf Auslandsstellen beworben und außerhalb Europas inzwischen eine Professur erhalten, lebt dort monatelang allein, während die Mutter ihren Vertrag fertig macht und in D ein letztes Mal nach langfristiger Stelle sucht (bisher erfolglos und inzwischen weitgehend hoffnungslos). Vater sieht das Kind nur noch in Urlauben, Mutter steht nach 10 Jahren Studium + Promotion und weiteren 10 Jahren befristeten „Qualifizierungsstellen" in der Industrie, Postdocs an Unis und Forschungsstellen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen vor dem endgültigen Karriereende, da sie am ausländischen Arbeitsort des Vaters keine Chance auf eine qualifizierte Tätigkeit hat und für beide in Deutschland auch nach mehrjähriger Suche keine langfristige Perspektive aufzutun war.

Kommentare (1)

Kommentar von Anonym
am am 05.07.2015

Diesen Bericht finde ich sehr bedrückend. Und dabei wird so viel Werbung dafür gemacht, daß Frauen in MINT-Berufe gehen. Wenn ich diesen Weg gewählt hätte und dann in so einer Situation gelandet wäre, würde ich mich vollkommen verschaukelt fühlen. Ich drücke Ihnen und Ihrer Familie die Daumen!

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