Stunden reduzieren können und Väter einbeziehen

Verfasst von
Anonym

Keiner hat Kinder, um diese dann den ganzen Tag fremdbetreuen zu lassen. Um eine Vereinbarkeit zu erzielen, muss es auch in der Wissenschaft möglich sein, das Stunden Pensum zu reduzieren und im Home Office zu arbeiten. Es herrscht häufig ein absurder Druck, den ganzen Tag anwesend zu sein und sogar 10 oder 12 Stunden am Tag zu arbeiten. Natürlich lässt sich das nicht mit dem Leben mit kleinen Kindern vereinbaren.

Ausserdem muss es es endlich akzeptiert und gefördert werden, dass auch Väter sich im Familienleben einbringen wollen. Zwar ist es rechtlich klar, dass es Elternzeit für beide geben kann, doch in der Gesellschaft und vielen Betrieben wird der Versuch von Vätern, mehr als 2 Monate Elternzeit zu erhalten, oft nicht nur schief angesehen, sondern auch einfach mit Individualausreden boykottiert. So werden Stipendien nicht verlängert, oder es wird gar aus vernehmlich anderen Gründen gekündigt.

Leider wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark durch das System der Wissenschaft erschwert, das oft vom Wissenschaftler verlangt, die Forschung als Hauptthema des Lebens ins Zentrum zu stellen. Doch, zumindest in meiner Erfahrung, sind kleine Kinder das eigentliche Zentrum des Lebens. Das bedeutet ja nicht, dass man/frau nicht gerne forscht und gerne weiter in diesem Bereich arbeiten würde. Nur dieser Anspruch des Systems, gestützt durch den Publikationsdruck, erschwert und vergällt einem diesen Karriereweg in vielerlei Hinsicht.

Kommentare (1)

Kommentar von Anonym
am am 04.11.2015

Stimme voll zu!

Kommentar verfassen

Mit einem Kommentar können Sie sich an der Diskussion darüber, wie familiengerecht Deutschlands Wissenschaftssystem ist, auf dieser Dialogplattform beteiligen. Alle Kommentare werden von der Online-Redaktion im Vorfeld gegengelesen und anschließend freigeschaltet. Bitte beachten Sie auch die Regeln dieser Dialogplattform.

Persönliche Informationen