Arbeitsplatz

Die meisten Universitäten bemühen sich heute darum, ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen: Sie bieten flexible Arbeitszeitmodelle, unterhalten eigene Kindertagesstätten und Kindergärten, helfen bei der Vermittlung von Betreuungsplätzen in kommunalen Einrichtungen und verfügen über Stillräume, Wickeltische und Spielecken. Für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in der Bewerbungsphase finden sich an vielen Universitäten darüber hinaus Dual Career Offices, die bei der Suche nach einer adäquaten Stelle für die Partner ihres wissenschaftlichen Personals behilflich sind. Trotzdem treffen Wissenschaftler mit Familie auch heute noch auf Schwierigkeiten: Gremiensitzungen am Abend, Veranstaltungen am Wochenende, Auslandsaufenthalte. Wie familienfreundlich sind die Universitäten als Arbeitgeber wirklich? Was sind die Voraussetzungen dafür, dass sich Wissenschaft und Familien vereinbaren lassen? Liegen die Probleme eher im strukturellen Bereich, in den Besonderheiten der Wissenschaft oder im kollegialen Umfeld? Schreiben Sie über Ihre eigenen Erfahrungen.

Manche Schritte sind so einfach - warum werden sie dann nicht überall umgesetzt?

Verfasst von
Dr. Eva-Christina Edinger

Jetzt muss es schon in der „nature" stehen, dabei wäre es so einfach: Stillzimmer, familienfreundliche Sitzungszeiten, Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die nicht starren Strukturen folgen.

http://www.nature.com/news/practical-policies-can-combat-gender-inequality-1.17856

Übrigens: Selbst wenn man...

"Kinder? Das ist ihr privates Problem"

Verfasst von
Anonym

Selbst in einer als familienfreundlich zertifizierten Universität habe ich als promovierte Mutter (Dr.-Ing.) von 3 Kindern das Zitat nicht nur einmal gehört: „Kinder? Das ist ihr privates Problem."

Nicht nur, dass es extrem schwierig ist eine wissenschaftliche Karriere zu planen (planen kann man...

Immer größerer Druck und befristete Verträge führen zu weniger Kindern

Verfasst von
Anonym

Ich bin seit 7 Jahren im Wissenschaftsbereich tätig und mir sind in der Zeit unzählige Frauen, aber auch Männer begegnet, die bei der Frage nach einer Familie antworten, dass sie sich das nicht leisten können. Die befristeten Verträge, zum Teil von wenigen Monaten, bieten kein Gefühl der Sicherheit,...

Teilzeit auch bei Vätern akzeptieren

Verfasst von
Anonym

Mein Mann hat als promovierter Physiker mit 41 Jahren einen auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag bei der Helmholtz-Gemeinschaft (zugegeben, er hat vorher zwei Festanstellungen in der Industrie bzw. im Ausland auf eigenen Wunsch aufgegeben). Wir haben zwei Kinder (2 und 5). Ich bin...

Ist die Förderung von Nachwuchsforschenden mit Kind noch notwendig?

Verfasst von
Dr. René Krempkow

Aus der Wissenschaft sind teilweise Stimmen zu hören, die die Förderung der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie bei Nachwuchsforschenden als unnötiges „Pampern“ ansehen. Denn die Förderung von Nachwuchsforschenden mit Kind habe nichts mit der Förderung der Leistungsbesten zu tun und gehöre...

Väter, die Elternzeit nehmen und Personalabteilungen

Verfasst von
Anonym

Einer meiner Mitarbeiter ist während der Promotionsphase Vater zweier Kinder geworden und hat Elternzeit genommen.

Ich musste mehrfach mit unserer Personalabteilung verhandeln, dass er die Elternzeit bei der Vertragslaufzeit berücksichtigt bekommt und der Vertrag entsprechend verlängert wird,...

Ein-Elternteil-Familie und Karriere begrüßen Burn-Out

Verfasst von
Anonym

Eine universitäre Karriere lässt sich aus meiner persönlichen Erfahrung als Ein-Elternteil-Familie (ein schulpflichtiges Kind mit Förderbedarf) kaum verwirklichen. Folgende standardmäßigen Erwartungen können schlicht nicht oder nur unter größtem organisatorischen Aufwand bewältigt werden (unter...

Befristete Verträge und Kind

Verfasst von
Anonym

Ich war Anfang 30, als ich mich zur Familienplanung entschieden hatte. Es war für mich eine schwierige Entscheidung, da ich bis dahin ausschließlich befristete Verträge (Teilzeit) mit einer durchschnittlichen Laufzeit von einem halben Jahr hatte und noch immer habe. Dazu kommt noch ein exotischer...

2 Kinder und Habilitationsprojekt

Verfasst von
Anonym

Ich habe zwei Söhne im Alter von 4 und 6 Jahren. Der erste ist während meiner Dissertation geboren, der zweite kam drei Wochen nach der Disputation zur Welt. Derzeit arbeite ich (Historikerin) an meiner Habilitation, die Elternzeiten fielen relativ kurz (6 bzw. 10 Monate) aus.

Hier sind meine...

Promotion mit Kind

Verfasst von
Anonym

Ich habe zu Beginn meiner Promotion (Physik) einen Sohn bekommen, aber mit einer 50%-Stelle ist es nicht annähernd möglich eine Familie zu ernähren, das Gehalt reicht nicht einmal für die Wohnung. Deshalb bin ich auf Zuschüsse meiner Eltern und die Vollzeit-Berufstätigkeit meiner Frau angewiesen....