Über das Projekt

Deutschlands Wissenschaftssystem wird nachgesagt, es sei nicht besonders familienfreundlich. Dabei haben zahlreiche Initiativen in den letzten Jahren gezeigt, dass durchaus Verständnis und Veränderungswillen vorhanden sind. Wie viel Erfolg haben diese Initiativen? Was hat sich tatsächlich bewegt? Wie lassen sich Beruf und Familie im wissenschaftlichen Alltag vereinbaren?

Die Junge Akademie lädt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu ein, ihre per­sönlichen Er­fahrungen und Ansichten auf dieser interaktiven Webseite – auf Wunsch auch anonym – mit anderen zu teilen und zu diskutieren. 

Ausgangspunkt

Bisher ist der wissen­schafts­politische Diskurs über die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie im Wesentlichen ne­gativ geprägt. Über die Probleme, de­nen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Familiengründung begegnen, wird viel berichtet. Auf mögliche und vielleicht sogar bewährte Lösungen wird selten hingewiesen. Kaum Er­wäh­nung finden auch die Vorteile, die die Wissenschaft im Vergleich zu anderen Berufen mit sich bringt. Auf der anderen Seite werden längst nicht alle gra­vie­renden Prob­leme öffentlich angesprochen, die sich im Alltag ergeben. Gerade die betroffenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die noch keinen gesicherten Status genießen, zögern, ihre Schwierigkeiten in der Öffentlichkeit zu thematisieren.

Die Diskussion erweitern

Das Projekt eröffnet vor diesem Hintergrund einen interaktiven Dialog zur Erweiterung der Diskussion über die tatsächliche Situation von Wissenschaftlerinnen und Wis­sen­schaft­lern. Erfahrungsberichte aus erster Hand zeigen auf, wo die echten Prob­le­me und Missstände zu finden sind und welche Lösungsstrategien sich bewährt haben. Zugleich zeichnet dieser Dialog ein Stimmungsbild. Neue Erkenntnisse können vorausschauend Antworten auf die Frage bringen, welche Veränderungen im Sinne der Vereinbarkeit das Wissenschaftssystem nachhaltig verbessern könnten?

Wer kann mitmachen?

Eingeladen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit und ohne Kinder sowie alle Interessierten, ihre Erfahrungen, Ansichten und Anregungen auf dieser Dialogplattform mitzuteilen. Es können Beiträge zu unterschiedlichen Themen, beispielsweise Karrierewege, Promotion, Mobilität oder Juniorprofessur, gepostet werden. Mit der Kommentarfunktion können die Nutzerinnen und Nutzer dieser Webseite die veröffentlichten Beiträge kommentieren. So entsteht ein Dialog, der von einer Online-Redaktion moderiert wird.

Posting von Beiträgen: 15. Juni bis 30. September 2015

Online im Dialog

Die Dialogplattform ermöglicht einen direkten Austausch: Sie besteht aus Beiträgen und Kommentaren, die ab sofort über die jeweiligen Eingabemasken abgeschickt werden können. Mit Beginn der Posting-Phase am 15. Juni werden alle eingehenden Beiträge und Kommentare veröffentlicht. Bis zum 30. September 2015 können Kommentare und Beiträge abgeschickt werden. Vor Beginn dieser aktiven Posting-Phase finden Sie auf der Seite pointierte Statements von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik, die ebenfalls kommentierbar sind.

Im Anschluss an die Posting-Phase wird die Webseite als Blog weitergeführt. Die zeitliche Begrenzung verleiht der Webseite einen besonderen Ereignis-Charakter, der bei herkömmlichen Internet-Formaten (z.B. Blogs oder Foren) fehlt. Ein besonderes Augenmerk wird auf der Moderation des Dialoges liegen, die einen sachlichen und authentischen Dialog ermöglicht. Feste Dialogregeln bilden die Grundlage für das Vertrauen in dieses innovative Dialogformat.

Wer steckt dahinter?

Die drei Initiator/innen des Projektes, Prof. Dr. Veronika Lipphardt, Prof. Dr. Giesela Rühl und Dr. Emanuel V. Towfigh, sind in Vollzeit in der Wissenschaft tätig und haben je­weils zwei Kinder. Ihre Part­ner bzw. Partnerin sind ebenfalls voll berufstätig. Alle drei kennen die Vor- und Nach­tei­le wissen­schaft­li­cher Tätigkeit aus erster Hand. Sie sind bzw. waren Mitglieder der Jungen Akademie.

Über die Junge Akademie